Posts Tagged 'Ausstellung'

Ausstellung 2015

Thomas Bretl
pnEUma hEUgion – Mensch und Geist

Thomas Bretl - pnEUma hEUgionxxx
Vernissage

Donnerstag, 1. Oktober 2015, 17 Uhr

Sacellum
Hofstallgasse / Ecke Herbert-von-Karajan-Platz, 5020 Salzburg
tel. 0043.(0)676.8746 6610

Einführende Worte spricht
Mag. Gert Smetanig, Mauerkirchen/OÖ

Musikalische Umrahmung:
Wolfgang Bretl

Was Geist ist, lässt sich nicht einfach von einem vorgefassten Begriff her ableiten. Was Heiliger Geist ist, lässt sich nicht unabhängig von konkreten Geisterfahrungen bestimmen. Immer wieder werden die Fragen neu gestellt: Welcher Geist weht durch unsere Welt? Was bedeutet uns heute noch der Geist des Lebens, der „Heilige Geist“, was bedeutet dieser Geist für das Selbstverständnis des Menschen? – Thomas Bretls Installation „pnEUma hEUgion“ ist sichtbare Verschränkung von Erfahrung und Reflexion pneumatischer Ereignisse, die unsere Welt beseelen, jedoch in unserem Alltag oftmals nicht mehr wahrgenommen werden.

Ausstellung
2. Oktober bis 16. Oktober 2015

Montag bis Freitag 10-18 Uhr
und nach Vereinbarung: 0043.(0)676.8746 6610

Initiator: MMag. Günther Jäger
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Ein Beitrag der

LogoUnipfarrezur Aktionswoche
>> Offener Himmel <<
der Erzdiözese Salzburg und der Katholischen Aktion Salzburg
in Zusammenarbeit mit:

Moderndes Museum Mauerkirchen
und
Herbert Pendler

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Wir danken unseren UnterstützerInnen:

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Ausstellung 2012

Christiane Pott-Schlager
Frauenzimmer-Update

Vernissage
Freitag, 20. April 2012, 19.00 Uhr

TheologInnen-Zentrum/Sacellum
Universitätsplatz 1, 5020 Salzburg
tel. 0043.0662.849034
Eingang: Ecke Herbert-von Karajan-Platz/Pferdeschwemme/Festspielhaus

Einführende Worte spricht
Dr. Silke Geppert, Kunsthistorikerin

Musikalische Umrahmung:
Regina Schachenhofer, Gesang und Georg Djundja, Orgel

Eine Serie von lebensgroßen Frauensilhouetten in Edelstahl ganz ohne barocke Pose thematisiert die Frau, die sich in Alltagssituationen befindet, Strategien des Verschwindens und Haltungen der Verweigerung übt. Subtil und nicht ohne Selbstironie formuliert die Bildhauerin und Malerin aus Bremen auch neue Frauenrollen, die sich ganz selbstverständlich zwischen traditionelle mischen und Projektionen aktueller Situationen, religiöser und gesellschaftlicherArt zulassen.

Ausstellung
21. Mai – 25. Juni 2012

Montag bis Donnerstag 9-14 Uhr
und nach Vereinbarung: 0043.676.7363528

Initiator: Mag. Günther Jäger

Ausstellung 2010

Thomas Bretl
Mensch zwischen Verantwortung und Größenwahn

Vernissage
Freitag, 4. Juni  2010, 19.00 Uhr

TheologInnen-Zentrum/Sacellum
Universitätsplatz 1, 5020 Salzburg
tel. 0043.0662.849034

Einführende Worte spricht Prof. Ruedi Arnold

Orgel und … Trompete
Stefan IVIC · Wollaschek

Herbert Pendler (Kultursoziologe): Thomas Bretl verwirklicht in seinem Werk Mensch zwischen Verantwortung und Größenwahn eine konstruktive Weltsicht der Kommunikation. Wir treffen auf eine Verbundorganisation, die in einem historischen Kirchenraum Vergangenheit und Gegenwart gegenüberstellt.

Ausstellung
28. Mai – 7. August 2010

Montag bis Donnerstag 9-14 Uhr
und nach Vereinbarung: 0043.699.10153408

Initiator: Mag. Günther Jäger

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Mensch zwischen Verantwortung und Größenwahn

Einführende Worte von Prof. Ruedi Arnold
zur Installation von Thomas Bretl

04.06.2010

Thomas Bretl hat seine Arbeit für eine zeitlich begrenzte Präsentation in diesem Sakralraum geschaffen. Sie ist im Bezug auf Inhalt und Form auf diesen abgestimmt. Jedoch anders als die fest mit dem Bau verbundenen oder im Zusammenhang mit dem liturgischen Geschehen in ihm  gebrauchten Kunstwerke: nicht in einer Form die sich anpasst und unterordnet.

Ganz konkret: Die Arbeit rechnet mit den Dimensionen des Raums. Wäre sie länger, breiter oder höher, fände sie kaum Platz. Aber um sich unter- oder neben ihr wohlfühlen zu können, dafür ist sie zu groß.

Sie stellt einen Menschen dar – einen Menschen, der zwischen Größenwahn und Verantwortung hin und her gerissen wird. Ist es der Zwergriese oder eher der Riesenzwerg, der überzogenen Anspruch verkörpert? Kann man leise laut sein? Die Figur will den Eindruck des Aufgeblasenen vermitteln.

Die Farbe der Figur: Feierliches Schwarz, den rußgeschwärzten Decken- und Wandgemälden angeglichen. Aber der Hochglanz, der üblicherweise von aufwändigem Schleifen zeugt, offenbart die Schundigkeit des Materials. Seine Verwendung deklariert die Figur als Intervention: Sie bezieht sich auf das ursprünglich Vorhandene als Kommentar, der darauf bestehen will, als Kommentar erkennbar zu bleiben.

Von diesen Maßnahmen im Bezug auf die Gestaltung unterfuttert, irritiert die Figur als Aussage zur Sakralkunst auch inhaltlich. Nein, sie rebelliert nicht mit hedonistischer Anmutung. Durch ihre Ausrichtung auf den Altar hin – unterstrichen durch die flehentlich ausgestreckte Hand – , wird sie zur Darstellung des Glaubens an Gott, religiös. Während aber Sakralkunst in der Regel den Heilsbringer dar- oder zumindest Heilige als Vorbild hinstellt, zeigt Thomas Bretls Installation den zwischen Allmachtsgelüsten und Hilflosigkeit  zerrissenen, aufgeblasenen Heilssucher. Dieser ist es, der die Kirchenbänke füllt. Ihm setzt Thomas Bretl kein Andachtsbild vor, er hält ihm ein Spiegelbild hin.

Seine Arbeit steht in einer Tradition, die damit begonnen hat, dass sich im letzten Viertel des vorvorigen Jahrhunderts das Verhältnis der Bildhauerei zum Raum veränderte: Der Raum wurde zunehmend weniger als Gegebenheit aufgefasst, in die hinein – einer leeren Buchseite vergleichbar – an beliebigem Ort etwas platziert werden kann; die Plastik tritt nun mehr und mehr in einen Dialog mit ihrem Umraum, wird zunehmend raumgreifender, fängt Raum ein, teilt und strukturiert ihn; lässt sich von ihm durchlöchern und schließt ihn ins eigene Volumen ein, vertauscht Masse- mit Raumvolumen, knetet Luft.

Darauf angesprochen, erinnert sich selbst der friedliebendste Mensch an unzählige Situationen, in welchen er sich ums „Platz haben“ (also um Raum) gestritten hat. Die Brisanz, des der Bildhauerei zugewachsenen Mediums zeigen auch die heftigen Diskussionen, die sich im Zusammenhang mit „Kunst im öffentlichen Raum – Projekten“ an der Frage entzünden: „Wem gehört der öffentliche Raum?“. Vor solchem Hintergrund wird die bloße Behübschung zur Unterlassungssünde.

Wem gehört denn beispielsweise eine Gedenkstätte, weshalb und wozu? Dem oder jenen, dem oder derer gedacht werden soll? Oder jenen, die sich erinnern sollen oder wollen? Im Zusammenhang mit dem „Haus Gottes“, dem Bauwerk „Kirche“, wirft die Installation von Thomas Bretl entsprechende Fragen auf. Er ist ein nachdenklicher Mensch mit der Fähigkeit, sich bildnerisch so zu formulieren, dass man ihm gern hinterher denkt.


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